Child Care in NYC

By germanmomandthecity

Was haben die meisten New Yorker Muetter gemeinsam? Sie haben kein familiaeres Netzwerk, wenn es um Kinderbetreuung geht. Deshalb wird „Child Care“ outgesourct.

Das faengt schon bei Neugeborenen an. Damit die Eltern nachts durschschlafen koennen, holt man sich eine Baby Nurse ins Haus. Diese Person wohnt die ersten Wochen oder Monate bei der Familie und kuemmert sich um das Neugeborene. Nachts kuemmert sie sich um das Baby, damit die Mutter sich von den Strapazen der Geburt erholt und schon bald wieder fit fuer ihren Job ist.

Auch wenn es immer mehr Muetter gibt, die sich dafuer entscheiden zumindest das erste Jahr mit dem Baby zu Hause zu bleiben, gibt es nach wie vor viele Frauen, die nach 6 Wochen Pause wieder Vollzeit in ihren Job zurueck gehen. So etwas wie „Elternzeit“ oder „Erziehungsurlaub“ gibt es in den USA nicht. Die schwangere Arbeitnehmerin muss alle ihre Urlaubstage, sick days und personal days zusammenlegen, damit sie die 6 Wochen Maternity Leave etwas verlaengern kann. Ansonsten ist der Job weg und somit auch die zweite Einkommensquelle, die bei den hohen Lebenshaltungskosten in Manhattan meist unabdingbar ist.

Sobald die Mutter arbeiten geht, kommt die Nanny ins Haus. Fuer Leute europaeischer Herkunft eher ungewohnt, da ein Kindermaedchen z. B. in Deutschland oder in der Schweiz fast nicht bezahlbar ist. Die meisten Nannies kommen aus den karibischen Staaten, v. a. aus Jamaika, Trinidad & Tobago oder Suedamerika. Viele von ihnen sind illegal im Land und haben auch keine offizielle Arbeitsgenehmigung. Es gibt sicher sehr nette, liebevolle Nannies. Was mir persoenlich auffaellt ist, dass sich diese Damen haeufig mit anderen Nannies im Park treffen, quatschen und hin und wieder ihre Schuetzlinge aus den Augen verlieren. Beliebt sind auch endlose Telefonate  – am besten mit Bluetooth Headset, damit man beide Haende zum schaukeln oder Kinderwagen schieben frei hat. Die Interaktion mit dem Kind kommt dabei meist zu kurz.

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2 Antworten zu „Child Care in NYC“

  1. Cordelia sagt:

    Wir sind nach drei wunderbaren Expat-Jahren in New York mit unseren zwei Kindern (4 und 2 Jahre alt) wieder zurück in Deutschland und ich kann nur sagen: das Betreuungsangebot in New York war herrvorragend. Es ist eines der Dinge, die ich am meisten vermisse, da ich auch hier in Deutschland nicht auf ein familiäres Netz vor Ort zurückgreifen kann. Es gibt sicher die typischen Horror-Geschichten der Nannies, die nicht auf ihre Schützlinge aufpassen bzw. ständig telefonieren. Ich habe andere Erfahrungen gemacht. Wir hatten verschiedene Babysitter (da man immer jemanden in der Rückhand braucht), von der angehenden Broadway-Sängerin über die Studentin bis zu unserer geliebten Part-time Nanny aus Haiti – meine Kinder haben sich mit ihnen sehr wohl gefühlt und ich vermisse sie alle. Gerade unsere Nanny hat durch ihre Treffen mit befreundeten anderen Nannies dafür gesorgt, dass unser älterer Sohn zahlreiche nette Freunde gefunden und Englisch gelernt hat. Vielleicht hat auch sie manchmal telefoniert – aber ehrlich: machen wir das als Mütter nicht auch? Genießt Eure Möglichkeiten der Kinderbetreuung in New York, wo es außerdem selbstverständlich ist, dass man auch mal als Mutter oder als Paar abends ausgeht und dafür Babysitter engagiert. Ihr werdet es bitter vermissen, wenn Ihr zurückkomt, bzw. es ist so viel schwieriger zu organisieren!

  2. Judith sagt:

    Es kommt ganz darauf an, wo man arbeitet. Ich bekomme 2 Wochen vor und 4 Monate nach der Entbindung frei und das bezahlt. Dazu noch zwei zusaetzliche Monate, in denen ich part time arbeiten kann.

    Ich habe ebenfalls ein sehr liebevolles Kindermaedchen. Viel einfacher als in Deutschland, wo es nahezu unmoeglich ist, Kindermaedchen zu finden. Da muss man dann auf Au Pair’s zurueckgreifen, die jedes Jahr wechseln.

    Und noch ein letzter Kommentar: Ich arbeite nicht nur fuers Geld, sondern auch, weil es mir Spass bringt. Nicht mmer ist das zweite Gehalt notwendig. Frauen koennen auch aus anderen Gruenden an einer Karriere interessiert sein…

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