Ich bin gerade auf eine interessante Website gestossen: GoCityKids.
Dort findet man eine aktuelle Uebersicht ueber saemtliche Aktivitaeten, die man mit Kindern in New York unternehmen kann. Von Museen und Konzerten bis hin zu kinderfreundlichen Restaurants. Ausserdem kann man einen Newsletter abonnieren und sich an einem Online Forum beteiligen. Das ganze ist nach dem Alter der Kinder (Baby, Toddler bis hin zu Teenagern) aufgeteilt.
Als unsere Tochter wenige Wochen alt war, habe wir noch in Zuerich einen Babymassage-Kurs besucht. Eigentlich haette ich uns danach gerne zu einem Pekip Kurs angemeldet, aber dann kam der Umzug nach New York “dazwischen”.
Dann machen wir das halt in New York - dachte ich zumindest. Weit gefehlt. Pekip Kurse gibt es hier nicht. Warum? “O my god, the babies are NAKED?!” Darum also …
Aber man kann dafuer etliche andere Kurse besuchen: Babyschwimmen, Babyyoga, Sprach- und Gymnastikkurse, sign language classes und natuerlich Music classes. Dem Angebot sind keine Grenzen gesetzt.
Klassiker sind sicherlich Music Together und auch Creative Play for Kids, die den Kleinsten Spass an Musik und Bewegung vermitteln sollen. Bei Hands on Music hab ich mal eine Free Trial Class besucht. Was mich davon abgehalten hat unsere Tochter anzumelden, waren nicht nur die $40 (!!) fuer 40 Minuten Kurs, sondern auch die andauernde Action nach dem Motto “wir muessen den Leuten ja was fuer ihr Geld bieten”.
Es gibt auch Institute, die alles unter einem Dach anbieten. Im 92nd Street Y gibt es verschiedene Kurse von Jung bis Alt - aehnlich wie in einer Volkshochschule.
Die Luxusvarianten sind Citibabes und Minimasters (Kurse fuer die Kinder und Spa fuer die Mutter …!!!).
Letztere kenne ich nur aus Erzaehlungen. Wer hat noch andere Tips und Empfehlungen?
In New York gibt es zahlreiche Moeglichkeiten seine Waesche zu waschen.
Bestenfalls ist man im Besitz einer eigenen Waschmaschine. Ansonsten nutzt man den Public Laundry Room im Appartment Building oder geht in einen Waschsalon. Eine weitere Moeglichkeit besteht darin, seine Waesche in einer der vielen chinesischen Waeschereien waschen zu lassen. Das geht so: man packt die gesamte Waesche unsortiert in einen grossen Waeschesack und laesst diesen dann waschen. Man bekommt die Waesche mehr oder weniger gut zusammengelegt im selben Waeschesack nach Hause geliefert. Kosten: etwa $1 pro Pfund.
Egal welche Variante man waehlt, das Ergebnis ist das gleiche: die Waesche wird einfach nicht richtig sauber. Sozusagen “It looks dirty, but it’s clean”.
Um das zu verstehen, muss man wissen wie amerikanische Waschmaschinen funktionieren. Man waehlt nicht wie in Deutschland die Waschtemperatur, sondern waehlt aus zwischen Hot - Warm - Cold oder White - Colors - Delicates. Der Waschgang dauert dann maximal 40 Minuten. Dann kann die Waesche ja gar nicht sauber werden - vor allem keine Babywaesche mit Karotten- oder Erdbeerflecken.
Damit sichergstellt wird, dass auch wirklich alle germs abgetoetet werden, kommt die Waesche eine Stunde lang in den kochend heissen Trockner (ist auch heiss, wenn man Delicates waehlt).
Ach ja, ich habe ganz vergessen den Nebeneffekt des heissen Trockners zu erwaehnen: die Waesche geht natuerlich auch dramatisch ein
New York ist ja keine besonders saubere Stadt, so dass man sich in der Tat sehr haeufig die Haende waschen muss.
Viele Amerikaner sind jedoch nahezu besessen von der Furcht vor Keimen und Bakterien. Germs lauern ueberall: an Tuerklinken, Lichtschaltern, Kuehlschrankgriffen, Geldautomaten etc
Von dieser Panikmache scheint besonders die Firma Purell zu profitieren. In Geburtsvorbereitungskursen wird der Hand Sanitizer als Must Have angegeben, nach dem Musikkurs werden die Instrumente mit Purell desinfiziert, in der Degustationsecke im Supermarkt laedt eine Mega Flasche zur Handreinigung ein … die Liste laesst sich endlos fortsetzen.
Die Panik ging sogar einmal so weit, dass auf einem message board unter Muettern diskutiert wurde, ob man die Haende von Babies mit Purell desinfizieren sollte … eine besonders aufgeklaerte Mutter brachte dann den Einwand, dass Purell Alkohol enthalte und dass das dann auch nicht so gut sei, wenn ein Baby dann hinterher seine Haendchen in den Mund stecken wuerde.
Wenn man an einem heissen Sommertag das Beduerfnis hat, ein Picknick im Gruenen zu machen und mal nicht in den Cental Park moechte, ist Governors Island eine wunderschoene Alternative.
Die autofreie Insel ist im Sommer von Freitag bis Sonntag der Oeffentlichkeit zugaenglich. Man kann sich ein Fahrrad ausleihen, spazierengehen oder in der grossen Parkanlage im Schatten eines alten Baumes picknicken. Ausserdem gibt es Konzerte und Festivals.
Die Faehre, die neben der Staten Island Ferry abfaehrt, braucht nur 10 Minuten … dann ist man in der totalen Idylle und hat das Gefuehl man sei meilenweit von der Hektik Manhattans entfernt.
Waehrend Kinderaerzte in Deutschland und in der Schweiz einen eher homeopathischen Ansatz verfolgen, sind die Kinderaerzte in den USA eher konservativ eingestellt, wenn es um die Verschreibung von Schmerzmitteln bei Babies und Kleinkindern geht.
Deutsche Kinderaerzte empfehlen zum Beispiel Wadenwickel bei Fieber oder Globuli bei Erkaeltung, bei blauen Flecken ist Arnika Salbe Standard. In den USA gibt es ein Medikament, das immer eingesetzt wird: Tylenol. Egal ob Fieber, Erkaeltung oder Zahnschmerzen. Tylenol geht IMMER.
Dabei gibt es Tylenol nicht etwa in der Darreichungsform des Zaepfchens, nein - es handelt sich um einen mit Farbstoff und Kirschgeschmack angereicherten pappsuessen Sirup. Das ist besonders dann etwas gewoehnungsbeduerftig, wenn ganz kleine Babies, die noch nie etwas anderes als Muttermilch gekostet haben, auf einmal mit diesem kuenstlichen Sirup konfrontiert werden.
Ich bin wirklich kein Verfechter von Naturheilmitteln, aber bei Fieber kann man ja auch erst einmal probieren, ob ein Wadenwickel hilft. Als ich das unserer Kinderaerztin erzaehlt habe meinte sie nur” “Why would you do that?”
Ich kann mich noch gut daran erinnern, als ich die Gebrauchsinformation unseres Autositzes “Maxi Cosi” vor der ersten Verwendung durchgelesen habe. Da stand klar und deutlich drin, dass das Baby MAXIMAL drei Stunden im Autositz sitzen sollte um den Ruecken zu schonen. Aussedem soll der Sitz auch wirklich nur zum Autofahren verwendet werden. Auch der Kinderarzt hat uns damals daraufhingewiesen.
In New York scheint es diese Regel nicht zu geben. Hier werden die meisten Neugeborenen stundenlang im “Graco” Infant Carseat mit fahrbarem Untergestell herumgefahren. In Deutschland predigen alle, dass die Neugeborenen flach auf dem Ruecken liegen muessen. Im Autositz hingegen - wie der Name ja schon sagt -sitzen die Babies.
Kann mir irgendjemand erklaeren warum die newborns hier nicht flach auf dem Ruecken liegend in einem Kinderwagen im Bassinet herumgefahren werden??
Verkehrszeichen scheinen in New York haeufig eher eine Empfehlung fuer Autofahrer und Fussgaenger zu sein. Fuessgaenger gehen bei Rot ueber die Ampel und Autofahrer beachten Zebrastreifen nicht.
Das ist mir besonders am Anfang aufgefallen, als wir von Zuerich nach NY gezogen sind. In der Schweiz haelt wirklich JEDES Auto am Zebrastreifen.
Sogar Eltern mit Kindern an der Hand oder Verkehrspolizisten lassen sich von einer roten Ampel nicht aufhalten. Wie sollen denn Kinder je lernen, dass man bei rot warten muss und erst wenn die Ampel auf gruen schaltet, die Strasse ueberqueren darf??
Es gibt in New York unzaehlige Moeglichkeiten nach der Geburt wieder “back in shape” zu kommen.
Man kann einen Personal Trainer engagieren, der auf Post Partum Workout spezialisiert ist.
Man schliesst ein Abo in einem Fitnesstudio ab, das eine Kinderbetreuung bietet, z.B. Equinox Fitness oder NYSC.
Oder man schliesst sich einer Strollercize Gruppe an. Strollercize integriert den Kinderwagen in das Workout Programm. Eine geniale Idee - nur nicht ganz guenstig. Strollercize wurde von einer Mutter gegruendet und bietet inzwischen sogar Kurse in Kalifornien und Florida an.
Ich selbst gehe mit Kinderwagen am Hudson River entlang joggen.
Am 4. Juli feiern die Amerikaner ihren Independence Day. An diesem Tag trifft man sich mit Familie und Freunden zum Picknick oder zum Barbecue. Es gibt Paraden und Feuerwerke. Das beeindruckenste und spektakulaerste Feuerwerk wird jedes Jahr von Macy’s organisiert.
Ich habe nicht schlecht gestaunt, als uns meine amerikanische Freundin letztes Jahr am 4. Juli zum Barbecue eingeladen hat. Sie wohnte zu dem Zeitpunkt im 41. Stock und hatte keinen Balcon. Naiverweise fragte ich sie, wo denn das Barbecue stattfinden wuerde. Wie sich schnell herausstellte, wuerde sie “Order in” machen. In New York ist einfach alles moeglich: man kann sich sogar sein Barbecue am 4. Juli nach Hause liefern lassen ohne den Grill anzuenden zu muessen!!!
Dieses Jahr werden wir den 4. Juli mit einem Picknick im Central Park feiern.